Seminar "Afrikas Rohstoffe - Fluch oder Segen? - Malawis Uran, Sambias Kupfer"
 
 Themen-Seminar vom Samstag, 21. Januar 2012
Ev. Studierendengemeinde in Düsseldorf 
 
DOKUMENTATION
 
UND HIER: PPP-DOKU
 
 Während das Kupferland Sambia sich seit jeher dem roten Edelmetall verschrieben hat, hat Malawi kürzlich seine erste Uranmine bekommen und sieht der Eröffnung weiterer Bergwerke entgegen. In beiden Staaten verbinden sich höchste Erwartungen mit der Ausbeutung der natürlichen Bodenschätze – obwohl die realen Erfahrungen beider Entwicklungsländer bisher sehr zweischneidig auszufallen scheinen: Die Gewinne gehen vor allem ins Ausland, aber vor Ort treten eher neue Belastungen auf, anstatt dass hier eine faires Teilen „des Kuchens“ zu sehen wäre.
 Ausgehend von den zwei Länderbeispielen diskutieren wir u. a. die folgenden Fragen: Wem gehören die Bodenschätze? Welche Situation erfahren die Menschen in den Bergbauregionen von Sambia und Malawi? Welche Chancen und Gefahren bergen die Entwicklungen? Wie sähe ein kluger Umgang mit den Bodenschätzen aus?
 
"Diese Märkte sind ein Witz", sagt Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy, der den Vorsitz über G8 und G20 inne hat, über die längst fällige Reform der Rohstoffmärkte. Worin ihm viele Wort- und Meinungsführer/innen unbedingt zustimmen - soeben etwa George Soros (FTD).
Ob in EZ oder WZ - Entwicklungs- oder Wirtschaftszusammenarbeit -, zusehends in den Mittelpunkt rückt die Frage nach dem richtigen Ressourcen-Governance. 
Business as usual geht nicht mehr: Es bringt weder bei Edelmetallen wie Kupfer, das erneut boomt, noch anderen Rohstoffen - nachwachsenden wie Baumwolle oder Bodenschätzen wie Gas, Öl, Uran - in den Abbauländern nachhaltige Entwicklung. Nicht nur Paul Collier sucht - in "Der hungrige Planet" - nach Lösungen; NGO-Allianzen vor Ort sowie global positionieren sich neu, um notwendige Veränderungen anzustossen. Eine Recherche über die jüngsten Trends und Tendenzen anhand zweier Beispielländer (in Kürze mehr).
 
 
Hintergrundinfos:
 
Reportage-Essay für gesichterafrikas.de